Flexibles Liftsystem


Neue Lösung für barrierefreies Wohnen - GG 90

Über den Tellerrand hinaus und Höhenunterschiede hinweg

Aus Positioniersystem, Torantrieb und einer mutigen Vision entsteht flexibles Liftsystem

Wenn sich ein weltweit führender Hersteller für modular aufgebaute Positioniersysteme mit einem renommierten Experten für den Antrieb und die Steuerung von Rollläden, Sonnenschutz und Toren zusammentut, denkt man an vieles – aber wohl kaum an eine kleine Revolution im Bereich barrierefreies Wohnen. Und dennoch ist genau das das erklärte Ziel eines ambitionierten Projekts zwischen der Bahr Modultechnik GmbH und der Becker-Antriebe GmbH. Die beiden Unternehmen haben es sich zur Aufgabe gemacht, die „Lücke“ im Bereich Smart Home zu schließen und Barrierefreiheit im ursprünglichen Sinne – also die Überwindung von Höhenunterschieden – in jeder Situation innerhalb kürzester Zeit und ohne großen Bauaufwand zu realisieren. Denn ob Unfall, Krankheit oder Alter: Manchmal ist man schneller in seiner Mobilität eingeschränkt, als man es erwartet und will gerade dann auf eines nicht verzichten: das vertraute Leben in den eigenen vier Wänden. Für genau solche Fälle, aber auch für zahlreiche weitere Einsatzbereiche wie beispielsweise den allgemeinen Lastentransport oder Kantinen, hat Dirk Bahr, Mitgründer und Konstruktionsleiter bei Bahr Modultechnik, jetzt ein spezielles Liftsystem mit Laderampe entwickelt und sich dabei Unterstützung von Becker geholt. „Als Spezialist für Antriebe und Steuerungen bieten wir natürlich auch Systeme für die zentrale Hausautomatisierung, die das Leben im Alter oder bei körperlichen Einschränkungen enorm erleichtern. Doch was bringen mir solche Systeme, wenn ich nicht mehr alleine in meine Wohnung komme? Als Herr Bahr uns mit seiner Idee um Hilfe bat, waren wir deshalb sofort zur Stelle – auch wenn Liftsysteme für uns natürlich genauso wie für ihn selbst zunächst Neuland waren“, so Jens Hederer, der das Projekt bei Becker maßgeblich betreute.

Intensiver Austausch

Ein Bedarf im Freundeskreis seines Sohnes war für Dirk Bahr der Anlass, aktiv zu werden. Aufgrund seiner schweren Behinderung war dort ein im Rollstuhl sitzender junger Mann permanent auf die Hilfe seines Vaters angewiesen, um in das bzw. aus dem Haus zu gelangen. Eine Treppe erschwerte den Zugang, sodass der Vater seinen rund 80 kg schweren Sohn jedes Mal die Stufen hoch bzw. runter tragen musste. Für Dirk Bahr war deshalb klar: Hier muss eine Lösung her. Allerdings musste er genauso schnell feststellen, dass es keine Lösung „von der Stange“ gab, die auch nur ansatzweise den speziellen Anforderungen entsprach. Also nutzte er sein fundiertes Know-how im Bereich Positionierungssysteme und entwickelte kurzerhand selbst ein Liftsystem. Die Freude und spürbare Erleichterung der befreundeten Familie spornte ihn schließlich an, seine Entwicklung weiter voranzutreiben und zu perfektionieren. Die entscheidende Frage war: Wie schafft man es, dass der Lift möglichst „weich“ anfährt und stoppt, um gerade älteren oder kranken Personen angstfreies Fahren zu ermöglichen? Mit Becker fand er schließlich genau den richtigen Partner, um diese Herausforderung zu lösen – und zwar durch einen modifizierten Torantrieb inklusive Frequenzumrichtersteuerung, der normalerweise dafür sorgt, Industrietore schnell und schonend zu öffnen bzw. zu schließen. „Das Wichtigste für uns war zu verstehen, was Herr Bahr sich genau wünscht. Deshalb haben wir ihn einfach eingeladen, um uns im persönlichen Gespräch über seine Idee auszutauschen“, erinnert sich Jens Hederer. „Durch das gemeinsame Diskutieren und Tüfteln war dann schnell klar, wie wir unsere Lösung – die ja eigentlich für einen vollkommen anderen Anwendungsbereich entwickelt wurde – für seine spezifischen Anforderungen adaptieren mussten, sodass bereits der Prototyp nach minimalen Änderungen direkt passte.“

Aus Vision wird Wirklichkeit

Für den gewünschten Fahrkomfort sorgt neben dem adaptierten Torantrieb mit 112 Umdrehungen/Minute vor allem die zugehörige Frequenzumrichtersteuerung. Diese ermöglicht ein sanftes Anfahren und Stoppen des Liftes und schont auf diese Weise auch die Mechanik. Neben der Geschwindigkeit lassen sich darüber hinaus ganz einfach verschiedene Sicherheitsaspekte regeln. So fährt der Lift zum Beispiel nur los, wenn seine Tür geschlossen ist. Einmal in Fahrt, überwindet der Lift in der Standard-Ausführung mühelos einen Höhenunterschied bis 1,20 m und trägt dabei ein maximales Gewicht von 400 kg. Der besondere Vorteil des Systems im Vergleich zu anderen Anbietern: Es ist direkt verfügbar und lässt sich schnell installieren, ohne groß in die Bausubstanz eingreifen zu müssen. „Wer auf Hilfe angewiesen ist, kann es sich oft nicht leisten, wochenlang auf einen Lift zu warten“, so Dirk Bahr. Von seiner Lösung wird er deshalb in Zukunft immer eine größere Anzahl auf Lager haben, die dann bei Bedarf direkt von einem Schlosser vor Ort montiert werden kann. Auch in Mietwohnungen lässt sich sein Liftsystem problemlos einbauen, denn wird der Lift nicht mehr benötigt, ist er dank seiner filigranen Konstruktion ebenso schnell wieder ausgebaut.

Eines der ersten Modelle ist beim Ehepaar Feldner im Einsatz. Die beiden 76- und 78-Jährigen sind froh, endlich eine einfache Lösung gefunden zu haben, auch in Zukunft weiter ihr Leben in den eigenen vier Wänden zu genießen. Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, ist Dirk Bahr momentan auf der Suche nach Partnern, denen er seine Lifte auch halbfertig liefern kann. Dies hat den Vorteil, dass sie dann vor Ort an die individuellen Anforderungen angepasst werden können. Und auch auf Becker will Dirk Bahr weiter als starken Partner setzen. Denn schon dieses erste Projekt hat gezeigt: Gemeinsam ist man noch stärker.

   


Hub-Achse für Rollstuhllifte und andere Hebeanwendungen

Luhden – Mit der Positioniereinheit GGT/K 90 hat Bahr Modultechnik eine kostenoptimierte Spindelachse für Rollstuhl-Liftsysteme, Hebebühnen und andere Hubanwendungen entwickelt. Sie lässt sich mit Motoren beliebiger Fabrikate kombinieren. Da es bei den vorgesehenen Anwendungen nicht auf hohe Dynamik ankommt, sondern Langlebigkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit im Mittelpunkt stehen, hat Bahr bei dieser Lösung auf die Verwendung kostenintensiver Führungselemente wie Wellen oder Profilschienenführungen verzichtet. Stattdessen sind großflächige Kunststoffgleitbuchsen in die Führungsschlitten integriert, die auf innenlegenden Nuten des Achskörpers gleiten. Durch die nur sehr geringe Reibung der Kunststoffflächen auf den eloxierten Profilnuten unterliegt die Gleitführung nur minimalem Verschleiß.

Der Führungskörper besteht aus einem Aluminiumvierkantprofil mit einer Kantenlänge von 90 mm, in dem der Führungsschlitten optional von einer Trapez- oder Kugelgewindespindel mit zugeordneter Leitmutter angetrieben wird. Bahr bietet die Achsen wahlweise mit ein- oder mehrgängigen Trapez- oder Kugelgewindespindeln in den Ausführungen Tr 24x5 oder Tr 24x10 bzw. Kg 25x5, Kg 25x10 oder Kg 25x25 an. Auf Anfrage stattet der Hersteller die Achsen auch mit einer Fangmutter aus, die bei Beschädigungen der Leitmutter als zusätzliche Absturzsicherung dient. Die Öffnung des Führungskörpers wird durch ein Abdeckband aus Polyurethan mit Stahlgewebe verschlossen. Kugellager am Schlitten, die das PU-Band ins Profil drücken, verhindern Materialabrieb. Durch die ausschließliche Verwendung von Spindeln, Schrauben und Kugellagern aus VA-Stahl gewährleisten GGT/K 90-Einheiten höchste Korrosionsbeständigkeit. Die Befestigung der Achsen erfolgt wahlweise über die T-Nuten an der Profilunterseite oder über Bohrungen im Lagerstück.


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GG 90 Rollstuhllift


Lösung für barrierefreies Wohnen

Ob Unfall, Krankheit oder Alter. Manchmal ist man schneller in seiner Mobilität eingeschränkt, als man es erwartet und will gerade dann auf eines nicht verzichten, das vertraute Leben in den eigenen vier Wänden.

Aus unserem Positioniersystem GG 90 wurde das spezielle Liftsystem GG 90 mit Laderampe entwickelt, welches das Leben im Alter oder bei körperlichen Einschränkungen enorm erleichtert. Bei Bedarf kann der Lift direkt vor Ort montiert und flexibel an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Auch in Mietwohnungen lässt sich das Liftsystem problemlos einbauen. Wird der Lift nicht mehr benötigt, ist dieser dank seiner Konstruktion ebenso schnell wieder ausgebaut, wie eingebaut. Für den gewünschten Fahrkomfort sorgt die zugehörige Steuer-Zentrale. Diese ermöglicht ein sanftes Anfahren und Abbremsen des Liftes und schont auf diese Weise auch die Mechanik.

Neben der Totmann-Bedienung, sowie dem sanften Anlauf kann die Steuereinheit noch viel mehr. Zusätzlich zur Geschwindigkeit sind unterschiedliche Start- und Bremsrampen programmierbar. Optionen wie z.B. Sicherheitsfreigabe des Systems durch eine geschlossene Tür oder sogar die komplette Kontrolle des Lifts über ein Haus-Bussystem ist möglich. Die Option einer zusätzlichen Funk-Fernbedienung, wenn man kabellos bedienen möchte, ist nachträglich implementierbar.

Sollten Sie nicht auf den Rollstuhl angewiesen und mit einem Rollator unterwegs sein oder sogar körperlich nicht mehr in der Lage sein Treppenstufen zu bewältigen, ist unser Klappsitz die ideale Lösung für Sie.

  


 

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